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SPARTAK MOSKAU – BAYER 04 LEVERKUSEN
Spieler, Tore, Zahlen
1:0 Pavlyuchenko (63.)
2:0 Mozart (78.)

Darf der das?

Dattenfeld ist überall!

Eine Meldung wie diese ist zunächst einmal nicht gar so ungewöhnlich:

Das Verbandsgericht des Westfälischen Fußball-Verbandes (WFV) entschied in der Sitzung am 4. November, dass das Spiel FC Germania Dattenfeld gegen SV Straelen neu angesetzt wird und hebt somit das Urteil der Verbandsspruchkammer auf. Das dritte Saisonspiel der Oberliga Nordrhein hatte Dattenfeld zu Hause am 12. August mit 4:0 gewonnen.

Ziemlich ungewöhnlich ist allerdings der Grund für die Neuansetzung:

Der SV Straelen hatte wegen zu niedriger Tore, die 17 Zentimeter zu klein waren, Einspruch gegen die Wertung des Spieles eingelegt. Die Auswärtsmannschaft hatte einen Antrag auf Punktezuerkennung und Dattenfeld auf Beibehaltung der Punkte gestellt. Das Gericht sah jedoch einen Regelverstoß des Schiedsrichters bei dem Entschluss, das Spiel trotzdem anzupfeifen.

Zwei Meter siebenundzwanzig also statt der vorgeschriebenen zweivierundvierzig. Wie konnte das bloß passieren? Dattenfelds Geschäftsführer Michael Holschbach hat zumindest einen Verdacht:

Bei uns war es vielleicht so, dass eine Senkung der Pfosten eingetreten ist, weil wir nebenan einen Kunstrasenplatz bauen. Kann alles sein!

Schlimmer noch – Dattenfeld ist überall:

Ein Test in der Oberliga Nord brachte die Erkenntnis, dass auf 16 von 18 Plätzen das notwendige Maß nicht erreicht wurde. Und im Februar diesen Jahres hat das Hamburger Abendblatt eine Untersuchung durchgeführt und ist zu einem sensationellen Ergebnis gekommen: Selbst in der Bundesliga waren die Tore zu klein.

Und das im Land der DIN-Norm! Schockschwerenot!

Germania Dattenfeld zieht jetzt übrigens vors DFB-Bundesgericht. Vielleicht kommt das ja zu einer salomonischen Entscheidung und wertet das Spiel gegen Straelen einfach mit 4:4. Weil die Gäste viermal das Aluminium trafen, wo der Ball sonst klar im Tor gelandet wäre. Kann alles sein!

Fairplay vs. Gepflogenheit

Bisher war‘s immer so: Ein Spieler wälzt sich am Boden, der Schiedsrichter hat aber kein Foul gesehen und lässt weiterlaufen, weshalb die Mannschaft, die gerade in Ballbesitz ist, das Spielgerät ins Aus kickt, um eine Behandlung zu ermöglichen. Anschließend wirft das zum Einwurf berechtigte Team den Ball zum Gegner zurück und bekommt dafür Applaus.

Das ist jetzt anders, und das erste Opfer dieser Uefa-Neuregelung, die sich noch nicht bei allen herumgesprochen hatte, war Petri Pasanen im Champions League-Hinspiel seiner Bremer gegen Lazio Rom:

Daniel Jensen hatte verletzt auf dem Rasen gelegen, Lazios Christian Manfredini aber den Ball nicht den Gepflogenheiten entsprechend ins Aus gespielt, sondern einen schnellen Gegenangriff eingeleitet, als Werder auf Fairplay gewartet hatte. In der Folge stoppte Pasanen den Konter per Bodycheck gegen Valon Behrami und bekam dafür eine Verwarnung.

Denn nicht die Spieler sollen nun bei der Verletzung eines Kollegen oder Gegners die Partie unterbrechen, indem sie den Ball ins Aus spielen, sondern der Schiedsrichter, auf dessen Pfiff sie zu warten haben. Begründung der Uefa: In der Vergangenheit seien zu oft Blessuren vorgetäuscht worden, um Zeit zu schinden. Das aber widerspreche dem Gedanken des Fairplay.

Dass es noch einen anderen Grund hätte geben können, um die bestehende Praxis zu ändern, zeigt eine Rückblende auf den letzten Spieltag der Saison 1995/96: Der 1. FC Kaiserslautern trat bei Bayer Leverkusen an und musste gewinnen, um nicht abzusteigen; Bayer reichte ein Remis für den Klassenerhalt. Lautern ging in der 58. Minute durch Pavel Kuka in Führung; wäre es dabei geblieben, hätte Leverkusen den Gang in die Zweite Liga antreten müssen.

Doch dann kam die 82. Minute: Ein Leverkusener verletzte sich, weshalb die Pfälzer den Ball ins Seitenaus spielten. Nach der Behandlung warfen die Gastgeber das Leder jedoch nicht zum Gegner zurück, sondern nach vorne. Markus Münch traf gegen konsternierte Kaiserslauterer zum 1:1, und Bayer blieb erstklassig. Anschließend musste Rudi Völler vor laufenden Kameras den am Boden zerstörten Andreas Brehme trösten.

Solche Szenen sind jetzt nicht mehr möglich, und auch Spielverzögerungen durch vorgetäuschte Verletzungen wird es nicht mehr geben. Das mag im Sinne des Fairplay sein. Aber irgendwie wird die Welt auch wieder ärmer dadurch.

[via]

Altersmilde

Im kicker stand kürzlich zu lesen, Oliver Kahn wolle angesichts der Tatsache, dass Marco Ballotta mit seinen 43 Lenzen immer noch in der Kiste von Lazio Rom steht, noch einmal darüber nachdenken, ob er am Saisonende tatsächlich seine Handschuhe in die Ecke werfen soll. Daher eine ganz herzliche Bitte unter uns Pastorentöchtern: Olli, bleib standhaft und hör auf! Man wird mit der Zeit altersmilde und allzu freigiebig! Ballotta hat letztes Wochenende schon den vorgezogenen Nikolaus gegeben:

[via]

Ins eigene Netz

Die Zeitschrift 11 Freunde hat eine Rangliste der schlechtesten Bundesliga-Torhüter aller Zeiten erstellt: Mladen Pralija vor Hermann Ruländer, Olli Isoaho, Peter Endrulat und Heinz Rohloff. Soweit keine Einwände. Hätte es zur aktiven Zeit dieser Herren schon den (2003 letztmals aktualisierten) Torwart-Stellenmarkt gegeben, die Unglückskeeper hätten sich dort gewiss virtuell die Beine in den Bauch gestanden.

Einer hat es nicht unter die ersten fünf der größten Verlierer unter den Schlussmännern geschafft. Sehr zu Recht, denn er stand zwischen 1978 und 1987 in immerhin 152 Erstligaspielen in der Kiste und wurde mit seinem Klub sogar DFB- und Uefa-Pokal-Sieger. Doch Jürgen Pahl gebührt der Preis für das kurioseste Eigentor, das jemals ein Torwart in der deutschen Eliteklasse fabriziert hat: Am 4. Dezember 1982 passierte es, beim Spiel seiner Frankfurter Eintracht in Bremen.

Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da verunglückte Pahl ein simpler Abwurf dermaßen, dass er sich den Ball, von niemandem bedrängt, selbst ins Tor schleuderte: 1:0 für Werder. Später sah er auch noch die Gelbe Karte, Rudi Völler machte nach einer halben Stunde das 2:0, und in der Halbzeit wechselte Frankfurts Trainer Branko Zebec schließlich Ersatzkeeper Joachim Jüriens ein.

Glaubt man Wikipedia, dann lebt Jürgen Pahl heute als Obstbauer in Paraguay. Das hat definitiv einen Vorteil: Wenn er da mal was ins eigene Netz wirft, beschwert sich keiner.

Kinder, königsblau

Die abgewandelte Fassung („Ein Leben lang / keine Schale in der Hand“) ist zwar weitaus schöner. Aber das lernen die beiden schon noch:

Abfall vermeiden!

Geklaut im Studi-VZ.

Gulag für ein Gegentor?

Dass Bayern-Manager Uli Hoeneß sein Vorzeigetalent Toni Kroos davor bewahren will, die Bodenhaftung zu verlieren – na gut. Aber muss er ihm deshalb gleich sein sein Freistoßtor zum 3:2 beim Uefa-Pokal-Spiel in Belgrad madig machen? Und dabei auch noch andere derart in Mitleidenschaft ziehen?

Für diesen Treffer muss man den Belgrader Torwart nach Sibirien schicken.

Gulag für ein Gegentor? Nur, weil der Gegner „Roter Stern“ hieß?

(Quelle: Kicker, 29. Oktober 2007)

Nur nicht reizen.

Die Tatsache, dass Alemannia Aachen in dieser Saison bereits vier Mal einen Vorsprung verspielt hat (in nur elf Spielen) und immer genau dann verunsichert und beinahe panisch wirkt, wenn das Team in Führung geraten ist, legt den Schluss nahe, dass die Mannschaft der gleichen Logik anhängt, die europäische Politikwissenschaftler, Hausfrauen, Taxifahrer, Hollywood-Regisseure, palästinensische Terroristen und nun sogar israelische Experten zu ihrem Mantra gemacht haben. Ich meine sogar, gestern auf dem Tivoli gehört zu haben, wie Kapitän Laurentiu Reghecampf den Mannschaftskameraden Thomas Stehle nach dessen Treffer zum 1:0 wild anfuhr:

Bist Du denn verrückt? Jetzt schießen die uns zwei rein! Mindestens! Wir sind im Arsch, das Spiel ist gelaufen. Hast Du denn aus den Spielen gegen Jena und Osnabrück nix gelernt? Tore provozieren immer nur Gegentore!

So ist der Aachener Friedenspreis durchaus drin für die Alemannia. Der Aufstieg allerdings nicht.

Geständnis

Es könnte zwar ein bisschen eng im Bayern-Sturm werden – aber wer würde angesichts einer solchen Liebeserklärung von Didier Drogba schon nein sagen?

„Ich muss gestehen: Ich beneide Spieler wie Franck Ribery oder Luca Toni, weil sie in München unter Vertrag sind“, sagte der 29-Jährige in einem Interview mit der „Sport Bild“. Der FC Bayern sei ein Klub mit einer großen Historie, „da hat man als Spieler die Pflicht, die Tradition des Vereins fortzusetzen.“

Schönen Gruß auch an Michael Ballack und Claudio Pizarro, Drogbas (Noch-)Mitspieler. Aber die vermisst in München ohnehin niemand.

Mehdorns Pendant

Wer’s immer noch nicht weiß: Jeder kann Riestermeister werden. Sogar der Fußballer des Jahres:

Aber nicht jeder kann Deutscher Meister werden, und noch weniger können es auch bleiben. Fooligan hat immerhin ein paar tröstende Worte im Angebot:

Die Stuttgarter Hintermannschaft hat Hochachtung verdient. Eine solch uneingeschränkte Solidarität mit der Bahn in allen Belangen ist heutzutage sicherlich eine Minderheitenposition: In der Vergangenheit Schrittmacher, heute streikend, und äußerst erfahren in beschissenen Werbekampagnen.

Womit wir nach einem sehr berechtigten Schlenker zu Mehdorn wieder bei Mario Gomez wären:

Neben guten Konditionen [...] bietet der „Riestermeister“ zudem eine „100 Tage Geld-zurück-Garantie“.

Die Schale war schon früher wieder auf dem Weg zum Absender. Mutmaßlich mit dem Flugzeug.

Statler und Waldorf?

Erfolgsrezept

Was tut man als Bundesligaklub, wenn man den Bayern Konkurrenz machen will? Man kauft Brasilianer ein. Am besten solche, die genauso heißen wie die Brasilianer, die bei den Bayern spielen: Erst einen Lucio, dann einen Ze Roberto. Viel Erfolg auch.

Abfall-Abitur

Ein Müllunternehmer namens Schweitzer erklärt, warum er trotz der geringen Zuschauerzahlen ins Basketball-Sponsoring eingestiegen ist:

Basketball bedient eine interessante Zielgruppe und hat ein interessantes Image. Die Fans sind jung, überdurchschnittlich gebildet und haben ein höheres Einkommen als der Durchschnitt.

Konsequenz:

Ich bin lieber mit Alba Berlin prominent bei einem Spitzenteam und sogar auf europäischer Ebene vertreten als Sponsor bei Arminia Bielefeld zu sein.

Ostwestfalen, Idioten? Mitnichten:

Sehr geehrter Herr Schweitzer,

das trifft sich wirklich gut!

Denn ehrlich gesagt stehen wir Ostwestfalen sowieso lieber mit 25.000 „unterdurchschnittlich gebildeten“ Gleichgesinnten mit einem „niedrigeren Einkommen als der Durchschnitt“ ganz und gar „unprominent“ in einem pickepackevollen Fußball-Bundesliga-Stadion und genießen den alljährlichen manisch-depressiven Spagat zwischen Bayernjäger und 1:8-in-Bremen als von einem Abfallentsorger als „interessante Zielgruppe“ mit einem „interessanten Image“ entdeckt zu werden, der sich trotz „geringer Zuschauerzahlen“ seines „Spitzenteams“ tierisch „europäisch“ fühlt.

Kurzum: Riecht stark nach einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten!

Guten Landtag und bis dannski,
Ihr blog5

Und mal ehrlich: Muss man „überdurchschnittlich gebildet“ sein und ein „höheres Einkommen als der Durchschnitt“ haben, um seinen Unrat adäquat den dafür vorgesehenen Behältnissen überantworten zu können? Braucht Deutschland also ein Abfall-Abitur? Falls ja: Herr Schweitzer nimmt gerne die Prüfung ab. Bei jedem Heimspiel von Alba. Eine Anmeldung ist nicht nötig – die Zahl der Abschlusswilligen hält sich ja in Grenzen.

Aus dem Spamfilter:

Fantastische Wirkung! Fünf Jahre lang hatte ich es nicht mehr geschafft, meine Err. ..ektion während des Verkehrs zu halten und war richtig ängstlich geworden. Ich hatte auch ein Problem mit vorzeitigem Samenerguss. Vor einiger Zeit habe ich eine 50-mg-Dosis Viiiaaaagra genommen und zwei Stunden später mit einer 22-jährigen geschlafen. Kurz vor dem Vorspiel wurde mein Penis hart und ich konnte es kaum glauben. Ich habe in dieser Nacht dreimal Sex gehabt und es gab keine Probleme dabei. Kein Schuss ging daneben. Achmet, 52

Ist das seine Rückennummer?

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