Ein Müllunternehmer namens Schweitzer erklärt, warum er trotz der geringen Zuschauerzahlen ins Basketball-Sponsoring eingestiegen ist:
Basketball bedient eine interessante Zielgruppe und hat ein interessantes Image. Die Fans sind jung, überdurchschnittlich gebildet und haben ein höheres Einkommen als der Durchschnitt.
Konsequenz:
Ich bin lieber mit Alba Berlin prominent bei einem Spitzenteam und sogar auf europäischer Ebene vertreten als Sponsor bei Arminia Bielefeld zu sein.
Ostwestfalen, Idioten? Mitnichten:
Sehr geehrter Herr Schweitzer,
das trifft sich wirklich gut!
Denn ehrlich gesagt stehen wir Ostwestfalen sowieso lieber mit 25.000 „unterdurchschnittlich gebildeten“ Gleichgesinnten mit einem „niedrigeren Einkommen als der Durchschnitt“ ganz und gar „unprominent“ in einem pickepackevollen Fußball-Bundesliga-Stadion und genießen den alljährlichen manisch-depressiven Spagat zwischen Bayernjäger und 1:8-in-Bremen als von einem Abfallentsorger als „interessante Zielgruppe“ mit einem „interessanten Image“ entdeckt zu werden, der sich trotz „geringer Zuschauerzahlen“ seines „Spitzenteams“ tierisch „europäisch“ fühlt.
Kurzum: Riecht stark nach einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten!
Guten Landtag und bis dannski,
Ihr blog5
Und mal ehrlich: Muss man „überdurchschnittlich gebildet“ sein und ein „höheres Einkommen als der Durchschnitt“ haben, um seinen Unrat adäquat den dafür vorgesehenen Behältnissen überantworten zu können? Braucht Deutschland also ein Abfall-Abitur? Falls ja: Herr Schweitzer nimmt gerne die Prüfung ab. Bei jedem Heimspiel von Alba. Eine Anmeldung ist nicht nötig – die Zahl der Abschlusswilligen hält sich ja in Grenzen.