Ein aktueller deutscher Nationalspieler will auf keinen Fall nach Israel. Ein ehemaliger will es dafür unbedingt:
Lothar Matthäus ist, glaubt man der Bild-Zeitung, gerade im Gespräch, Trainer von Maccabi Tel Aviv zu werden. „Es wäre eine Ehre für mich, Tel Aviv zu trainieren“, soll der Rekordnationalspieler am Rande der 0:3-Heimniederlage Tel Avivs gegen Maccabi Haifa gesagt haben, die er sich „privat“, wie er betont, Ende September angeschaut habe.
Nun ist es ja nichts Neues, dass Loddar sich überall auf der Welt ins Gespräch bringt, ihn aber nirgendwo jemand will. Und in Israel kann man erst recht auf so einen verzichten:
Es ist derselbe Matthäus, der 1993 auf dem Oktoberfest einem Niederländer entgegenschmetterte: „Du bist wohl vergessen worden von Adolf.“ Es ist auch derselbe Matthäus, der schon zweimal als Trainer in Israel im Gespräch war. Vor zwei Jahren wollte ihn Maccabi Tel Aviv bereits einmal holen. Der französische Sponsor Philipp Salomon hatte den Plan, mit Matthäus den Klub groß herauszubringen. Doch im Verein wollte ihn niemand, Salomon zog sich zurück. Kurze Zeit später plante Daniel Jammer, deutscher Besitzer des israelischen Erstligisten Maccabi Netanya, Matthäus zu verpflichten. … Aber dem Heiligen Land blieb eine Leidensgeschichte mit Matthäus erspart.
Hoffentlich auf Dauer.
Großartig auch Loddars Auftritt im Interview mit BUNTE:
„Umso schöner ist es, dass ich jede Woche ein neues Angebot bekomme. (…) [Die Angebote kamen] von ausländischen Vereinen und Nationalmannschaften. Wenn in den letzten Wochen irgendwo kolportiert wurde, dass ich für einen Zweitligisten im Gespräch bin, dann stimmt das nicht. Die nennen alle gerne meinen Namen, ohne je mit mir zu sprechen.“
Und zum „Männerurlaub“ mit seinem Sohn:
„Es war mir auch wichtig, ihm Israel zu zeigen. Wir waren in Jerusalem, in Bethlehem. Ich finde, mit 15 sollte man etwas von diesen Dingen wissen.“